Wehmut



Wehmut. Laut Wikipedia ein Gefühl zarter Traurigkeit, hervorgerufen durch Erinnerung an Vergangenes.
Wehmut, etwas, was ich stets mit alternden Menschen in Verbindung setzte, welche sich in die Jugend zurückwünschen.
Doch nun muss ich am eigenen Beispiel erleben, dass Wehmut nicht generationenabhängig ist.
Wer hätte es geglaubt, ich sehne mich zurück zur Schule. Fünf Tage die Woche beschäftigt werden. Fünf Tage die Woche von Freunden umgeben zu sein.
Im echten Leben ist dies anders. Zumindest in meinem echten Leben, dem Praktikum. Ich 'arbeite' noch immer fünf Tage die Woche, naja, zumindest bin ich anwesend. Mit der verfügbaren Arbeit haperts noch ein wenig. Mit dem Blüschentagen ebenfalls.
Was toll ist? Feierabend, Wochenenden, Geld, neue Eindrücke, neue Menschen. Für einmal nicht die älteste zu sein, im Gegenteil.
Und sobald ich die tollen Aspekte zuliess – wummm. Eine Wehmutsattake. Ausgelöst vom Artikel 'Meine Stadt – Budapest', Neon, Ausgabe Juli 09.



Klasse G4H/09: Da waren wir. Der Autor scheint uns zu kennen. Oder wir ihn. Oder wir haben alles richtig gemacht.


Lest selbst:



(Auf die Bilder klicken - sie sollten grösser werden.)





Halina

Und noch eine...

Für alle, dies wissen wollen und auch für alle, dies nicht wissen wollen: Ich hab jetzt AUCH einen Blog http://oblogimportante.blogspot.com/.
Schöne Ferien weiterhin!

Impressionen aus dem Süden

Ja, es gab tatsächlich Leute in unserer Klasse, die sich trotz ambivalenten Wetterberichtes dazu entschliessen konnten, einige Tage im südlichen Teil unseres Landes zu verbringen.
[Um zu präzisieren:
Djamila, Michaela und Christine - Mittwoch bis Freitag, Reise mit ÖV.
Thomas, Mittwoch bis Donnerstag Abend, Reise - wie zu erwarten - mit Auto.]
Hier ein kleiner Reisebericht, damit sich auch der Rest der Welt ein Bild von diesem Erlebnis machen kann:

Mittwoch, 17.6.09, 09:23, SMS von Michi an Chrege... 'Mist, ich hab verschlafen' :-D
Tja, kann ja mal vorkommen. Als Entschädigung gabs dafür noch einen Kaffee am HB. Dann, 11:09, Gleis 4, Abfahrt des ICN nach Bellinzona. Juhuu, Tessin, wir kommen...

Da ein detaillierter Bericht zugegebenermassen ein wenig langwierig zu lesen wäre; hier ein paar Anekdoten als Kurzfassung:


1.)
Nicht, dass es für Kantiabgänger ein Problem wäre, mit wenigen Utensilien ein paar Tage Zeltplatz zu überstehen, sogar mit einer halbwegs kompletten Ausrüstung wäre es durchaus zu schaffen.
Aber der alleinige Besitz zweier Zelte, von denen keines die nötigen Bestandteile zum kompletten Aufbau enthält und eines alleinstehenden Gaskocheraufsatzes erweist sich dennoch als Schwierigkeit. Zum Glück gibts auch in Tenero einen Coop 'Edile&Hobby' - die Errungenschaft eines Viererzeltes inklusive Zeltstangen und Heringen sowie eines funtionstüchtigen Gaskochers beruhigt ungemein. :-)

2.)
Thomas raucht ja diese weissen Dinger aus dem Päckchen. Nun überkommt ihn ab und zu aber auch die Lust, eine Zigarette selber zu drehen. Also, Thomas nimmt den Filter in den Mund, den Rest in die Hand und alles ganz normal und so.
Dann, Thomas greift sich mit der Hand an die Brust... 'Du, jetz hani glaub de Filter verschluckt'. Na dann, buon appetito!

3.)
Abends haben wir es uns vor dem neuen Zelt gemütlich gemacht, drei Frauen am Boden sitzend, Thomas in seinem Campingstuhl (Gentleman, wie wir es uns gewohnt sind), und verwickelten uns in ein Gespräch über Beziehungen, Lügen, Notlügen und 'was darf ich meiner Freundin sagen und wie sage ich ihr das'.
Von Thomas kennen wir, dass er an seinen Ansichten festhält, solange es nur geht. Steht in einem Zweiergespräch Aussage gegen Aussage, ist dieses Verhalten ja noch nachvollziehbar. Aber wenn drei Frauen mit der grösstmöglich aufzubringenden Überzeugungskraft einem Mann klarmachen wollen, dass es fatale Folgen haben kann, wenn einer Frau gesagt wird, sie sei dick, mollig oder was auch immer unschmeichelhaftes über ihr Äusseres - Thomas, da bringt es einfach nichts mehr, wenn du an deinen Überlegungen über Ehrlichkeit (was ja an sich nicht zu verurteilen wäre) festhälst.
Glaub es uns doch einfach, sag einer Frau nie nie nie, sie sei dick. Nie!
[diese Diskussion dauerte mindestens 1,5 h... mindestens...]

4.)
Ach, noch ein Nachtrag zu der Filtergeschichte von Punkt 2...
Frage (BrT) : 'Meineder isch sonen Filter nahrhaft?'
[etwa fünf Minuten nachdem dieser verschluckt wurde]

Aber selbstverständlich, Thomas. Nicht ausserordentlich gesund zwar, aber auf der Nahrungsmittelpyramide dennoch zu finden... ;-)

5.)
Djamila war sehr in Sorge um Christines Liegematte (Mumienform, eine Seite gelb, die andere grau), bzw es schlichen sich trübe Gedanken ein beim Anblick deren Form.
Schockiert: 'Ui nääi, Chrege, das isch ja en Sarg!' - und dann, nach einer kurzen Bedenkzeit, ganz besorgt: 'tüemer di gäl Siite obe here...'
Danke Djamila, sonst wäre Christine womöglich ein Grab geschaffen worden.

6.)
Sommer, Sonne, Sonnenschein.... und jede Menge Mücken. Folglich auch jede Mengen Stiche von diesen kleinen, fiesen Übeltätern. Am Rücken, an den Beinen, den Armen, am Kopf und auch... naja, überall :-P


7.)
Natürlich waren wir auch im See, im Lago Maggiore, um genau zu sein. Manchen schien das kühle Wasser gar nichts auszumachen, bei manchen dauerte es ein bisschen länger, bis sie drin waren.
Djamila hatte ein anderes Problem: 'Häts Stei im See?' - 'Näääi Djamila, imene See häts doch nie Stei...' :-P
[naiiiiiiiv ;-) ]

8.)
Wie schon erwähnt, reisten die Damen am Mittwoch Morgen mit dem Zug ins Tessin. Thomas kam am Abend mit dem Auto nach. Dank unserer exakten Wegbeschreibung fand er unseren Zeltplatz auch auf Anhieb. Dennoch schien uns seine Wegskizzierung erwähnenswert. Leider konnte das Original nicht aufgetrieben werden, aber wir haben hier eine Nachbildung erstellt...
Thomas live... :-D Aber gefunden hat er's !!!


9.)
Da wir nun so ans Lesen gewohnt sind, konnten wir es auch nach den Prüfungen einfach nicht lassen. Jeder, wie es scheint, in seinem Element: Chrege studierte eine Lektüre über rätselhafte Körpervorgänge. Michi kämpfte sich durch Erich Fromms Analyse unserer kranken Gesellschaft und Thomas schnappte sich Djamilas Buch, (nachdem diese es in einigen Stunden verschlungen hatte), dessen Titel hier besser nicht erwähnt wird (siehe Bild). Auch er fand das Buch unglaublich fesselnd:


Und nun wissen auch wir um die Vorteile eines eingelegten Avocadokerns (mit oder ohne Zahnstocher) und der Bremse einer Bettstation in einem Krankenhaus und... ach, lassen wir das.

10.)
Zwischendurch mal ne Frage an alle:
Was um alles in der Welt veranlasst gewisse Leute, sich mit einem Wohnwagen auf einem fixen Stellplatz niederzulassen, ein Häuschen anzubauen, in dessen Innenraum Fliesen zu legen, einen Plasmabildschirm anzuschaffen, neuen, zarten Rasen anzusäen, einen Steingarten zu gestalten, wasserspeiende Figuren und Figürchen aufzustellen, den eigenen Stellplatz mit einem Holzzaun von allen anderen abzugrenzen und sich mit den mitgebrachten Geschäftsunterlagen auf dem eigenen Sitzplatz niederzulassen und sich daran zu stören, wenn zeltende Jugendliche auf der benachbarten Parzelle ihre Ferien geniessen.
Was um alles in der Welt, haben wir uns gefragt, ist der Beweggrund dazu? Könnt ihr es uns sagen?

11.)
Nach diesem ersten Abend legten wir uns zufrieden in unsere Schlafsäcke. Hatten wir anfänglich zwar gleich zwei, jedoch zwei defekte Zelte, schafften wir uns ja nachmittags ein neues, grosses, komplettes Zelt an. Doch wir mussten feststellen, dass auch unser neues Zelt nicht über alle Zweifel erhaben war...
Ihr seht, was gemeint ist, wenn ihr folgende Aussage lest: ;-)
Chrege: 'Da Zält mümer morn umbedingt go umtüschle; das trület ja wemmer abliit..!'


Da Punkt 9 die Stimmung auf dem Zeltplatz schon antönt und Punkt 11 rechtfertigt, was alles an besagtem Abend vorgefallen ist, können wir euch nun auch folgenden Geschichte im Geheimen anvertrauen:

12.)
Schätzungsweise um halb2 Uhr (nachts versteht sich) machte Thomas den zündenden, aber nicht bis zu den letzten Konsequenzen durchgedachten Vorschlag zum Nacktbaden. Nachdem Michi schon am Nachmittag unter anderem auf diesen Vorteil des Übernachtens an Gewässern hingewiesen hatte, ging es jetzt endgültig ab zum See. Djamila fungierte als Kleider- und Badtuchhalterin, der weibliche Rest stieg ziemlich rasch ins Wasser, zumal sich zu dieser Zeit noch andere Leute am Seeufer einfanden, jedoch nicht mit der selber Absicht wie wir. Nun, der Anstifter der ganzen Geschichte, Thomas, hatte zwar den Zustand, wie Mutter Natur ihn erschaffen hatte, auch schon erlangt, jedoch hatte er den Eindruck, es könnte ihm was einfrieren, würde er tatsächlich ins Wasser eintauchen. Natürlich bereute er sein Kneifen, hätte er doch die (ich denke, einmalige) Möglichkeit gehabt, mit Michi und Chrege im See ein wenig zu plantschen, aber er (oder zumindest ein Teil von ihm) fühlte sich nicht in der Lage, den Kampf gegen die Kälte einzugehen.
Schade, Thomas, wirklich schade... ;-)

13.)
Ja, so kanns gehen. Aber zu guter Letzt wissen wir ja:



[mehr fotos auf facebook]

cg (me, dk)

(Zu) viel Zeit

Die letzte Prüfung ist absolviert, die letzten Arbeitstage durchgestanden, es wurde ordentlich gefeiert und jetzt ist Zeit zum Ausspannen.
Woran man erkennen kann, dass ich zu wenig Zeit zum Ausspannen hatte:

Freitag 12:55 pünktlich am Arbeitsort:
Kassenabrechnung: 603.- Defizit. Huups. Die Kassenchefin sieht mich an und lacht, es sei ein Phänomen sagt sie und lacht noch immer. Mir ist kotzübel, aber sie lacht.
5 ordentlich gebündelte Hunderternoten wurden am Samstag zuvor drei Kassen weiter unter einem Stapel Schokolade gefunden, von denen niemand recht wusste, wohin das Geld gehört. Am Freitag war klar, in meine Kasse. Die restlichen 100 Franken fand der Chef am Montag Nachmittag am Boden, wo ich am Morgen noch gearbeitet habe. Man nehme also das ganze gefundene Geld, buche es wieder ein und alles ist, als ob niemals etwas war. Finanzwelt in Ordnung, alles in Ordnung.
Zu meiner Verteidigung: Die gebündelten 100er Noten sind an einem von mir nie aufgesuchten Ort gefunden worden, ich wars also nicht. Den Rest nehme ich auf meine Kappe. Mein Gewissen ist daher beinahe in Ordnung. (Dennoch träumte ich die letzten paar Nächte, ich hätte Geld verloren oder sei beklaut worden, wobei Letzeres doch auch für meine Unschuld spricht.)
"Händ sie all ihres Gäld? (zwinkerzwinker)" Die letzten Worte des Chefs, die mich am Samstag in die definitiv wohl verdienten Ferien entliessen.

Stichwort Ferien. Was ich eigentlich berichten wollte, ist, woran man erkennt, dass ich jetzt Zeit zum Ausspannen habe:
1. Man sieht in meinem Zimmer den Fussboden wieder.
2. Bin mit neuen Büchern und Filmen eingedeckt.
3. Mein Büsi ist endlich wieder ordentlich durchgekämmt.
4. Zum ersten mal bin ich auf meinem Facebook "Profil" gelandet.
Dieses ist vor einiger Zeit einmal aus der Fehlannahme entstanden, man könne Personen nur suchen, solange man selbst auch angemeldet ist und hat nie mehr etwas von mir gehört, seit ich diese Annahme als einen Irrtum begriff. Zuerst einmal enstand grosses Staunen darüber, wie viel sich auf diesem Profil ohne mein Zutun getan hat. Jetzt sind ganz grosse Fragezeichen da, wie man denn das alles bedient??? Da müsste ich jetzt wohl Fotos hoch laden und solche Sachen, damit das alles auch einen Sinn hat.

Was ich also ohne Wiki weiss, ist, was ein endoplasmatisches Retikulum ist, ob im Öl Dinos drin sind, auch die deutsche Übersetzung von Kasus hätte man aussparen dürfen. Wovon ich aber trotz Wiki keine Ahnung habe, ist, wie man Facebook gebraucht oder auch wozu.
Die Möglichkeit besteht, dass ich dies nach meiner Kantizeit nun doch noch lerne, damit ich mit euch den Kontakt aufrecht erhalten kann und auf dem Laufenden bleibe, wie sich eure Leben entwickeln. Bin gespannt.

Michi

Bienen

Das ist eine so herrliche Gelegenheit ak zu ärgern, ich kann sie mir einfach nicht entgehen lassen.

Schau mal:

Also mein linker Fuss sieht normal aus, nicht? Das liegt daran, dass er normal ist.

Mein rechter Fuss sieht aus wie der linke, oder? Dort hat mich heute Nachmittag eine Biene gestochen.

Ich hätte es ganz vergessen, hätte ich am Abend nicht die Füsse gewaschen. Da ist es mir wieder eingefallen.

Aber hier eine kleine Anektote zum Trost, für alle die allergisch auf Bienenstiche reagieren. Auf dem linken Fuss habe ich eine ziemlich grosse Narbe. Die sieht man auf dem Bild kaum, das Licht ist so vorteilhaft. Diese Narbe ist entstanden, weil ich unglaublich doof war.

Ich wollte mir mit dem Hochdruckreiniger die Füsse waschen...

Das Gute daran ist, dass ich nie wieder vergessen werde, das sich unter der Haut ein Fettpolster als Isolierschicht befindent. Das Schlechte, dass ich eigentlich nicht ganz so saubere Füsse wollte.

Afterwards

Dienstag
9 Prüfungen von 10 vorbei,
Rest eine

Absehbares Ende. Die schönste Zeit unseres Lebens ist bald vorbei. Wir können uns langsam aber sicher der Zeit danach widmen und alles Aufgeschobene nachholen...


Was ich nicht weiss

Bei den ganzen Prüfungen, und auch im Rückblick auf unsere Schulkarriere gibts sicherlich bei jedem einen gewissen Kontrast von Wissen zu Nichtwissen. Dabei entstehen zum Teil groteske Kontraste: Wie ein Atom aufgebaut ist weiss ich bis heute nicht, wie ich aber ihre Reaktionen mit Hilfe der Stöchiometrie ausrechnen kann weiss ich.Wir wissen wer Goethe, Shakespeare oder Voltaire war. Wir wissen (oder sollten es zumindest) was eine semipermeable Membran ist, was ein endoplasmatisches Retikulum ist, wie man Berechnungen mit einer Federkonstanten anstellt. Wie die Elemente funktionieren. Doch gibt es genau so viele Dinge die ich, oder die man allgemein als Kantischüler, nicht weiss.





Eine Bitte an Alle: Bitte euer Unwissen ebenfalls hier eintragen, ergänzen! Nicht nur in den Kommentaren :) Lasst uns ein kollektives Unwissen aufbauen. Lachen erwünscht!

Ich weiss nicht:

-Hat Kolumbus nun Indien oder Amerika gesucht? Was hat er zuerst gefunden?
-Wann war die Steinzeit?
-Vor wie vielen Jahren starben Dinosaurier aus?
-...ob ich eine Weltkarte ohne Fehler aus dem freien Sinn zeichnen könnte
-Wie heissen die 7 Weltwunder?
-Sind wirklich alle Stze die Goethe einmal geschrieben hat und in anderen Büchern, vielleicht nur wortweise vorkommen, automatisch Goethe-Zitate?
-Was ist ein Relativpronomen?
-...Was es genau mit dem amerikanischen Bürgerkrieg auf sich hatte.
-Bestehen Atome aus Elektronen und Protonen?
-Bricht man wirklich die Schallgrenze wenn man mit den Fingern schnippt?
-Wann beginnt das Herz eines Fötus das erste mal zu schlagen?


to be continued...

Danke, Tschau, Tschüss



manuel

Den Tatsachen ins Gesicht sehen



Endlich eine Frauenzeitschrift, die sich nicht hinter einem glamourösen oder auch langweiligen Namen versteckt, sondern schon im Titel die Philosophie eines jeden Frauenmagazins auf den Punkt bringt. Egal ob Annabelle, Amica, Comsopolitan, Freundin, Instyle, Vogue oder sogar das aktive Shape, egal ob es um Kleider, Diäten, Sex, Schuhe, Sport, Psychologie oder Klatsch und Tratsch geht: Der Akt des Heftli-Kaufens entsteht durch pure Konsumlust. Um etwas zu haben, um die Zeit nicht mit sich selbst überbrücken zu müssen, um für durchschnittlich 6 Franken zu sehen, was man alles kaufen könnte.
Nicht, dass das bei mir anders wäre.
Natürlich gibt es durchaus Zeitschriften, die vordergründig zur Wissenskonsumation dienen. Zeitungen kommen allerdings nicht in Frage, sie sind zu unpraktisch um sie an der Bushaltestelle durchblättern zu können, man abonniert sie besser.
Doch was passiert wenn man sich mal zusammenreisst und anstatt einem Frauenheftli die Weltwoche kauft? Viele riesige, schöne, bunte Fotos die man gerne anschaut. Viel Text, der einem kein neues Wissen verschaft, sondern einfach angenehm zum durchlesen ist. Erinnert mich stark an die Funktion von Frauenmagazinen.
Nun passt dieser Post eigentlich nicht in diesen Blog, das Thema hat reichlich wenig mit G4H oder Hungarianstyle zu tun. Einen kleinen Link zur KSWE gibts dennoch: Morgen sind die Mathemündlichprüfungen und ich bin eine phantasievolle Erfinderin jeglicher Ablenkstrategien, wenn es darum geht, mich selbst zu betrügen. Es ist dasselbe wie beim Zeitschriftenkauf.
Nehmts mir nicht übel. Und falls doch, könnt Ihr den Post jederzeit löschen.
AJ

Britta Holden



Da man sich bei mir beklagte: 
An alle, die es noch nicht bemerkt haben - wenn man auf die Steckbriefe klickt, werden sie gross, grösser, am GRÖSSTEN.

Geburtstage

Ein bisschen Zahlenakrobatik der anderen Art:

Also: Die Steckbriefe zeigen unzweideutig: Die G4H besteht aus 14 Luft- und Wasserzeichen und nur 7 Feuer- und Erdzeichen: das erklärt natürlich einiges!
Während sich die weiblichen Elemente (Erde und Wasser) die Waage halten mit den männlichen (Luft und Feuer), sind doch die Erdzeichen stark untervertreten (nur 4: 3 Stiere, 1 Steinbock): die stehen für Ehrgeiz, Gründlichkeit, vorsorgen, planen, den biologischen Wecker stellen, systematisches Arbeiten und zielgerichtetes Anstreben materieller Sicherheit und Güter (wie zB Schuhe!).
Auch an Feuer fehlt es (3 Schützen): das ist die allgemeine Energie, Power, Leidenschaft, mitreissen und motivieren, etwas durchziehen, von sich selbst überzeugt sein, mit Charme und Strahlen die Umgebung verführen, oder durch agressive Ausbrüche die Umgebung erschrecken.
Dafür ganz viel Luft (8: 3 Zwillinge, 3 Wasserleute, 1 Waage). Das sind Neuanfänge, viele freche Ideen, Inspirationen, poetische Einfälle, Gauklertricks, vortäuschen, Tagträumen, Ironie und Humor, unzerstörbarer Optimismus.
Und noch 6x Wasser: (4 Fische und 2 Skorpione). Das sind Wasserfälle von Kreativität, Musik, Poesie, Belletristik, Malerei, Empathie mit Umgebung,Tagträumen, Rücksichtnahme, auch Anfälle von Schwermut und Verzagen, auch überschwängliche Emotionen der Zuneigung.

Tja, hätte ich nur früher Ihre Geburtstage studiert, dann wäre der Geschichtsunterricht GANZ anders verlaufen! Nür für unguet.

Hungarianstyle

Hei
Ich weiss, dass klingt jetzt etwas verrückt, aber meine Mutter singt in der Operette. Das Stück spielt in Ungarn, damals noch ÖEU also Österreich-Ungarn. Es ist voller Hungarianstyle und ziemlich witzig. Am 30sten ist Derriere und die Tickets kosten die Hälfte, also nur noch 25.- Fr.
Wo wir doch in Budapest in die Oper wollten und kein Glück hatten, dachte ich das könnte euch interessieren.
Wenn ihr Lust habt, meldet euch doch bis am 27sten, das ist ein Mittwoch.
Viel Glück im Ergänzungsfach
ML

Zahlenkuchen

Aus aktuellem Anlass gibt es heute ein paar Zahlen zu den letzten fünf Jahren:

In den letzten fünf Jahren sind wir ± 5655 Stunden auf unserem Allerwertesten gesessen. Zusätzlich haben wir 585 Stunden mit rumhopsen, Bälle kicken oder Nordic Walking verbracht.



819 Stunden genossen wir die Vorzüge in der Mathematik, um in 4 Stunden unser Können zu zeigen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir für diese Gelegenheit schon ± 37.5 Stunden Trainingszeit. Denn so lange schrieben wir bis dahin Mathematikprüfungen

Erwähnenswert ist auch, dass alleine bei Herr Trümpler (über 5 Jahre gerechnet), 1750 mal die Wandtafeln geputzt werden mussten. Der Kreideverbrauch müsste nochmal genau nachgerechnet werden.

780 Stunden investierten wir in die Deutsche Sprache. Nicht mitgerechnet ist die Lektüre Zuhause.

Im Durchschnitt (also erster, zweiter, ditter und vierter Stock) sind wir in der Spinnerei in diesen fünf Jahren 62'400 Streppenstufen gelaufen. Hier zum Nachrechnen für Sportler und Wenigesser.

65 kg * 9,81 m/s² * 62'400 Stufen * 0,22 m/Stufe = 8750.67 KJ bzw. 2090 kcal

Dazu kommt aber noch die 50 Kilo schwere Tasche und natürlich die physikalische Konstante "± "

Etwas für die Hot-Dog Fans. Wer 2 Hot-Dogs pro Woche gegessen hat (über das ganze Jahr), der verspeiste 390 Würstchen mit Brot drumherum. (Ja es soll solche Leute geben)

Nun zum besten Teil: In diesen fünf Jahren haben wir ungefähr 701 Stunden Pause gemacht. Wenn in jeder Pause eine Zigarette geraucht wurde, so ergibt das ungefähr 3120 Zigaretten.

Was uns jetzt noch bleibt sind 11 Stunden schriftliche- und 1h 15min mündliche Prüfungen. Das macht 0,2% unserer Gesamtschulzeit aus.

ak.

Herr Wampfler

Herr Wampfler

Herr Wampfler war während zwei Jahren unser Klassenlehrer. Begrüsst hat er uns vor zwei Jahren mit feinem Kaffee und Gipfeli. Danach gingen wir ins Sternen essen. Es war gut.
Er erzählte von Gärtnern und deren Gieskannen, die er verkörpern wollte und manchmal nicht. Wir genossen das erste Mal die Wampflersche-Desorientirungsrede.
Früher hatte Herr Wampfler die Tendenz seine Haare am Morgen der freien Natur zu überlassen, heute sieht er oftmals seriöser aus. Diese Seriosität schwankt aber von Umfeld zu Umfeld. Im Kennenlernlager schlüpfte Herr Wampfler schnell in seine bequemen kurzen Hosen. Bei der Heimreise zog er hingegen wieder Jacke und Hemd an.

Früher hatte Herr Wampfler nur eine kleine Tasche für seine Materialien. Heute hat er einen kleinen Rollkoffer. Falls Herr Wampfler aber in Eile ist, wird trotzdem der ganze Papierhaufen auf dem Tisch mit einer Hand in die Tasche geschoben.
Während der Stunde bemüht sich Herr Wampfler die Schüler anzutreiben, was auch meistens gelingt, solange bis ein Natel klingelt. Trotzdem ist Herr Wampfler ein Handy-Fan. Man munkelt er habe bereits 10 andere Geräte gehabt bis er das beste Handy gefunden hat.
In seiner Freizeit spielt Herr Wampfler gerne alle möglichen Spiele die ihn fordern. Entweder schreibt er dann später dazu Anleitungen oder Tipps und Tricks-Guides, oder er bessert seine Urlaubskasse mit Blackjack auf.
Insgesamt ist Herr Wampfler grosszügiger Mensch. Er hat gerne eine gute Zeit und kann sogar 20 Personen bei sich Zuhause unterbringen und verpflegen. Überhaupt ist Herr Wampfler ein angenehmer Zeitgenosse. Ob beim "komputerle" im Lager, beim Pokern in Budapest oder beim Essen irgendwo im kleinsten Dorf der Welt.

ak.

Last but not least - Bad Taste II

Pendenzenliste

  1. 21 Schülerinnen und Schüler bestehen die Matura.
  2. Anna kocht ungarisches Hühnchen.
  3. Pokerschulden werden eingelöst.
  4. Poker wird gespielt.
  5. Angekündigte Guitar Hero-Performances gelangen zur Aufführung.
  6. Die Matura wird gefeiert.
Es gibt viel zu tun - packen Sies, packen wirs an. Viel Erfolg!

(Die Liste darf natürlich ergänzt werden…)

children's world

Abschiedsessen

Bad Taste

Herr Wanzler hat reserviert


Versprochenes Bild vom heutigen Tapas-Essen: Gelungener Empfangsjoke der Gastgeber.

Sind wir schlau?!

Was für ein Tag!
Begonnen hat alles damit, dass wir Herrn Trümplers Unterricht sabotiert haben um Kuchen zu essen. Die Tatsache, dass er dies als Begründung akzeptiert hat wäre ja schon ein Ereignis für sich, aber am Nachmittag sollte es noch besser werden...
Um 13Uhr sollten sich alle Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler nach einem viel zu kurzen Mittag, in den Westschöpfen einfinden. Da sassen wir also zusammen mit ca. 160 Anderen, welche auch noch die angeblich schönste Zeit ihres Lebens vor sich haben. Herr Pegolo stand also vor etwa 180 unmotivierten Schülerinnen und Schülern, welche alle anscheinend noch halb schliefen. Dann wollte er uns die Welt erklären...
Wir seien schlauer denn je, hiess es da. Nie mehr, würden wir über ein breiteres Wissen verfügen als zur Zeit. Da wir ja schon die Elite sind, würde das also heissen, dass wir
Momentan die Schlausten Schweizerinnen und Schweizer sind?! Dieser Gedanke machte mir Angst und vor allem mache ich mir bei dieser Idee Sorgen um die Zukunft der Schweiz.
Nachdem Herr Pegolo uns also zu den Schlausten überhaupt erklärt hatte kam er zum Punkt, für welchen er diese nette Pyjamaparty überhaupt einberufen hatte. Er erklärte uns, dass wir während den Maturitätsprüfungen nicht spicken dürften!!!!!!
Welche Ironie?! Wenn wir, die schlausten Schweizerinnen und Schweizer 2009, überhaupt spicken müssten, wieso glaubt er dann, dass wir erwischt werden würden?
Oder ist er evt. von unserem Wissen doch nicht vollkommen überzeugt? Sind wir nun schlau oder nicht? Oder sind die schlausten Schweizerinnen und Schweizer vielleicht mit praktischen Lebensfragen schon überfordert? Sind wir mit realen Lebensfragen vielleicht überfordert, weil wir Platz für unser fachliches Wissen schaffen müssen?

Pyjama-Day

Falls öpper süsch no Bilder het, eifach is hütige Album ufelade :)

Budapest

Um einen Höhepunkt unserer gemeinsamen Zeit nochmals aufzugreifen, werde ich meinen Blog unserer Maturreise nach Budapest widmen.
Anfangs Woche hatten wir ein ziemlich volles Programm: Wir besuchten Museen, das jüdische Viertel von Budapest, machten halt, um irgendwo einen überteuerten Kaffe zu trinken, flanierten in den Strassen, schauten Strassenkünstlern zu und machten wieder Kaffeepause..

Um uns von diesen Strapazen zu erholen, gönnten wir uns Mitte Woche einen Besuch im Thermalbad. Anna, unsere waschechte Ungarin hatte jedoch ihr Bikini in der Schweiz vergessen. Damit sie den gemeinsamen Badetrip nicht missen musste, hielten 5 Freundinnen zusammen und tauschten ihre Bikinis nach Brustumfang so, dass am Schluss jeder ein passendes Bikini hatte.
Im Bad angekommen wurden unsere schweizerischen Vorstellung von Hygiene ziemlich strapaziert und nach dem Baden wollte nicht nur Anna (Sorry schon wieder deinen Namen zu nennen) ihre Hosen nicht mehr anziehen, aus Angst die kleinen Tierchen würden so von der Haut über die Hosen, den Weg in unser reinliches Hostel finden.

Im Laufe der Woche durften wir die Touristenfreundlichkeit der Ungaren kennen lernen.
Nichts ahnend besichtigten wir Budapest von oben, als wir von einem Mann mit Krokodillederschuhen beschworen wurden, eine Führung von ihm anzunehmen. Er gab uns Kostproben von seinem Wissen und versuchte uns so zu überzeugen. Zum Glück blieb Herr Wampfler standhaft, so dass es uns irgendwann gelang ihn loszuwerden.

Problematisch wurde es manchmal in Sachen Orientierung. Einmal zum Beispiel wollte uns Herr Wampfler eine Bar zeigen, dies erwies sich jedoch als äussert schwierig, denn in Budapest gibt es extrem viele kleine Gässchen und Strassen, in denen man sich leicht verirrt. Das Hauptproblem war jedoch, dass die Bar schon seit längerem nicht mehr existierte.

Auf der Heimfahrt hatten einige das Privileg mit Herr Wampfler eine Schlafkabine zu teilen. Dies bescherte uns das ultimative Kinoerlebnis, denn wir schauten Spiderman auf seinem Laptop.
Spiderman, die interessanten Klatsch- und Tratschgeschichten sowie die Tatsache in einem dunklen Raum liegen zu können, machte die Rückreise für Anna, Halina, Thomas und mich zu einem viel angenehmeren Erlebnis als die Anreise.


Da ich Kitsch mag: Danke an alle, die mehr Aufwand als der Durchschnitt betrieben haben um den Blog so hinzukriegen wie er ist!